Donnerstag, 27. Juni 2019
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Prügel und große Gefühle Drucken E-Mail

b_190_0_16777215_0___images_stories_presseconferenz.jpgBei der Kickbox-Gala in der Augsburger Sporthalle sind die Auftritte von Guido Fiedler und Abu Kaabunga die Höhepunkte. Starkes Comeback von Tina SchüßlerVon Wolfgang Langner

Italiener wissen, was Frauen wollen. Domenico Salerno schaut Tina Schüßler tief in die Augen und singt sehnsuchtsvoll „I did it my way“. Als der letzte Akkord verklungen ist, fällt Schüßler Salerno um den Hals und das Publikum in der Sporthalle johlt vor Freude.
Der alte Song von Frank Sinatra, den Salerno am Samstag in der Augsburger Sporthalle im Boxring zelebrierte, war ein Geschenk an Schüßler, die ihr Comeback feierte.

Dass Schüßler nach ihrer schweren Krankheit wieder im Ring steht, grenzt fast an ein Wunder. Deshalb blieb die Umarmung mit Salerno auch nicht die einzige an diesem Abend. Zumal Schüßler ihren Kampf gegen Miriam Schneider (ihre eigentliche Gegnerin Ebru Muratoglu hatte kurzfristig abgesagt) auch noch klar gewonnen hat.
Die 18-jährige Schneider war der 38-jährigen Augsburgerin in jeder Hinsicht unterlegen. Sedat Kececi, der Trainer von Schüßler, war von der Vorstellung seines Schützlings durchaus angetan: „Wir werden den Kampf jetzt in Ruhe analysieren und werden anschließend beraten, wie es weitergeht.“
Schüßler selbst war zwar mit ihrem Neuanfang zufrieden, sieht aber immer noch Luft nach oben: „Wenn man so lange nicht mehr boxt, spürt man alles ein bisschen – das Alter, das Gewicht, die lange Pause –, aber wir haben in den vergangenen Wochen sehr hart trainiert und es fühlt sich schon wieder alles ganz gut an. Es ist für mich ein neuer Weg.“
Es war ohnehin nicht nur der Abend der großen Prügel, sondern auch der Abend der großen Gefühle. Außen hart und innen ganz weich – war Turgay Dogan. Im Kickbox-Kampf um die Europameisterschaft vermöbelte der Augsburger Dogan zunächst seinen Gegner Rene Kretschmann aus Ingolstadt und anschließend machte er seiner Freundin im Ring einen Heiratsantrag.
Daran ist aber Hallensprecher Pierre Geisensetter, der früher die Fernsehsendung „Herzblatt“ moderierte, völlig unschuldig. „Ich moderiere seit sieben Jahren sehr viele Kickbox-Veranstaltungen in Bayern und zu Davut Sidal (Kickbox-Trainer und Organisator, Anm. d. Red.) habe ich schon lange einen guten Kontakt“, so Geisensetter. Seine Liebe zum Kampfsport ist bekannt. Vor zehn Jahren besiegte er beim RTL-Promi-Boxen den Schauspieler Claude Oliver Rudolph.
Wo Guido Fiedler hinschlägt, da wächst kein Kraut mehr. Das erlebten die rund 1000 Besucher, und vor allem und im Besonderen der Ungar Antal Elter, der anschließend aussah, als wäre er unter eine Dampfwalze gekommen. Im Duell um den Titel des Intercontinental-Champions stellte man sich lange nur die Frage: Wie viel Prügel kann ein Mensch überhaupt einstecken? Fiedlers Tritte und Schläge trafen ihr Ziel meist haargenau. Der Ungar hing schwer in den Seilen.
Doch irgendwann wurde Fiedler etwas müde und Elter erholte sich ein wenig. Am Ende reicht es nach über zehn Runden zu einem Punktsieg des Augsburgers, der nach diesem Schlagabtausch dann doch auch etwas gezeichnet war. „Das ist heftig. Im Ring hat es mindestens 45 Grad und man bekommt kaum Luft“, erzählt Fiedler hinterher. Für den 38-Jährigen war es ein sehr intensiver Kampf: „Der Ungar hat unwahrscheinlich eingesteckt, aber wir haben uns beide nichts geschenkt. Ich denke aber schon, dass ich technisch besser war.“
Für Veranstalter Davut Sidal, der auch alle Augsburger Kämpfer betreut, war es ein erfolgreicher Abend, zumal auch noch sein Schützling Abu Kaabunga den Weltmeistertitel gegen den Kosovo-Albaner Skraps Hazjeri gewann. Beim Showdown um Mitternacht war Kaabunga meist überlegen. Der Kickboxer, der in Uganda geboren wurde, schlägt zu, dass es beim Zusehen wehtut. Als in der achten Runde aus der Augenbraue des Kosovo-Albaners Blut spritzt, wird der Kampf beendet. Die Fans bejubeln Kaabunga und der verneigt sich. Ein langer Abend ist zu Ende.

 

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