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„Hier stehe ich, ich kann nicht anders“
„Zugegeben, dass Zitat ist von Martin Luther King und leider nicht von mir“, gibt Pasa Baylan schmunzelnd zu und fügt hinzu, dass es seine Sichtweise jedoch ganz gut reflektiert. Der erfahrene Trainer aus Nordwalde hat sich vorgenommen dieses Jahr seinen sportlichen Arbeitsbereich im Kick Boxen zu verstärken, als auch die olympische Disziplin Taekwon-Do weiter auszubauen.
Der Startschuss für den sportlichen Leistungskampf ist in naher Aussicht und sämtliche Voraussetzungen dafür sind endlich getroffen. Die Lizenzen der internationalen Weltrangliste sind angekommen und sämtliche Anmeldungen zu Wettkämpfen sind auch bestätigt worden. Damit kann die Kampfsportschule nun offiziell verkünden, dass ihreTaekwon-Do Sportler sich mit den deutschen olympischen Top Athleten messen werden!
Unter der Schirmherrschaft von Hannelore Kraft (SPD) findet am 15. und 16. Februar in der Gummersbacher Schwalben Arena die sportliche Begegnung statt. An dem Termin findet die Austragung der“ German Open Internationale Technik Meisterschaft“ innerhalb der ETU A-Class Weltrangliste statt. Dieses Event repräsentiert die Meisterschaft der deutschen Taekwon-Do Union.
Stolze Teilnehmer sind Viktoria Hoffmeier (15 Jahre alt, Schwarzgurtinhaberin im 1. Dan) und Trainer Pasa Baylan.
Neben starken Athleten aus Deutschland werden ebenbürtige Top Athleten aus ganz Europa aufgrund der Weltrangliste an den Start gehen. Pasa Baylan weiß schon, auf was er sich einlässt:“ Seit 1982 bin ich der einzige Münsterländer, der es in die olympische Taekwon-Do Disziplin Weltrangliste geschafft hat. Mal schauen, ob Viktoria das ändert“
Nach 32 Jahren kann er sich von diesem Faktum mental gut trennen und hofft auf Viktoria Hoffmeier, die eine seiner besten Schüler repräsentiert. Diese ist seiner Einschätzung nach in der Lage, mit minimalen Übungseinheiten betreffend ihrer Technik, zur Deutsche National Mannschaft innerhalb der olympischen Disziplin Taekwon-Do dazu zu gehören. Baylan fasst sein Anliegen klar und deutlich zusammen, was seine Schülerin angeht: „Ich möchte dass Viktoria selbst aktiv an den Wettkampf teilnimmt, es wahrnimmt und reflektiert.“ Es geht ihm besonders, um die bewusste Wahrnehmung der Rolle, in der sich beide befinden und um die Ausprägung, der inneren Motivation und Haltung. Baylan fügt als Erklärung hinzu, dass sie keine Leistungssportler seien, sondern asiatische Kampf Künstler. In Bezug auf die Haltung und den Antrieb beschreibt er, dass er den Anspruch vermitteln will, sich immer und bewusst sich mit anderen Sportlern messen zu mögen, zu können und zu dürfen. Persönlich nimmt er mit, dass er seit 2010 schon einen stetigeren Leistungsfall verspürt hat, was er jedoch auf sein Alter zurückführen kann. Sein Anspruch ist jedoch noch derselbe und so misst er sich auch nach wie vor gerne mit 18 jährigen Leistung Sportlern. Vor 32 Jahren habe er auch ab über 18 Jahren an dem Taekwon-Do Wettkampf teilgenommen und erkennt sich ein wenig selbst in den kommenden Teilnehmern.
Baylans Portfolio besteht aus den asiatischen Kampfkünsten und diese können sich seiner Erzählung nach weltweit gegen Karate, Taekwon-Do, Kung-Fu durchsetzen. Dieses Turnier umfasst jedoch lediglich das olympische Taekwon-Do Disziplin und andere Kampfsporttechniken sind untersagt. Das Regelwerk ist sehr streng und so mussten die beiden einige Techniken anpassen, um einer Disqualifizierung aus dem Weg zu gehen. Da Sport aber auch zugleich Expressionismus als stilistisches Kunstmittel beinhaltet, haben Baylan und Hoffmeier sich zusammen einige individuelle Formen ausgedacht. „Für alle Beteiligten wird dies ein spannendes Spektakel und ich freue mich mit Vorfreude und Spannung auf den Termin“, so Viktoria.
Im derzeitigen Fokus steht jedoch Baylans jüngste Kampfkünstlerin Dari Schnückler (8 J.). Sie wird am Samstag, den 8.Februar, in Wuppertal an der Nachwuchsmeisterschaft der olympischen Disziplin Taekwon-Do 1.NWTU teilnehmen. Damit nicht nur heute, sondern auch die Zukunft gesichert ist. |