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Bereits Tage vor der zweiten Auflage der Mannheimer Hafenkeilerei war das Event restlos ausverkauft. Die kleine und sehr urige Location „Alte Seilererei“ platze auch gestern wieder aus allen Nähten und bereits vor dem Einlass bildete sich eine Schlange die sich gut 50 Meter über den dazu gehörigen Parkplatz erstreckte.
Neben einer ganzen Reihe von Rahmen und Amateurfights waren es vor es vor allem die fünf Kämpfe aus dem Hauptprogramm die das Kampfsportherz höher schlugen ließen.
Den Anfang machte ein Kampf zweier die man in Deutschland noch so sehr auf den Schirm hatte. Patrick Merkel vom Dragon Gym und Lasher Kuran vom Boxgymnasium. Die beiden Halbschwergewichte und ehemaligen Trainingskollegen lieferten sich den Kampf des Abends. Das Publikum tobte und wurde am Ende noch mit einer Zusatzrunde belohnt. Am Schluss war es dann Kuran der das bessere Ende für sich verzeichnen konnte.
Dann kam es zu ersten Titelfight. Johanna Kruse vs. Daniela Mangonjuk. Eigentlich sollte die Heidelbergerin erst gegen Deniz Batinli in den Ring steigen. Diese beiden Fightterrinen standen sich bereits zweimal gegenüber. Beide male ging es dabei um den deutschen Pro-Am Titel der ISKA . Den ersten Kampf gewann Kruse, den zweiten Batinli. Krankheitsbedingt kam es gestern dann leider nicht zu einer dritten Auflage um den Titel zwischen Kruse und Batinli. Statt dessen stand die bereits erwähnte Daniela Mangonjuk im Ring. Johanna Kruse gewann via. Erstrunden TKO. Damit kann sich die junge Frau vom Boxgymnasium nach 2012 nun zum zweiten mal den deutschen Titel der ISKA erkämpfen.
Sehr kurzen Prozess machte der kurzfristig eingesprungene Johannes Grebe. Grebe ersetzte dabei den ausgefallenen Murat Göktepe und traf in einem MMA Fight auf Thomas Stoll. Bereits in der ersten Aktion war es eine knallende Rechte die Stoll zu Boden schickte, Grebe setzte nach und nach 8 Sekunden war dann alles vorbei. Dem Ringrichter blieb nichts anderes übrig als abzubrechen. TKO Sieg in der ersten Runde für Johannes Grebe.
Kontrovers endete der zweite MMA Pro Kampf des Abends. Nach klarer optischen Überlegenheit in Runde eins durch den Darmstädter Dawid Baziak fiel die Entscheidung in Runde zwei am Boden. Baziak soll absichtlich den Mundschutz raus genommen haben. Laut Ringrichter Schäfer kommt das einer Aufgabe gleich und so unterband er den Kampf und erklärte den Mannheimer Tomislav Iverac zum Sieger. Dawid Baziak und sein Coach Sefer Göktepe bestritten das zwar vehement, nutze aber letztendlich alles nichts. Baziak verliert, wenn auch unglücklich bzw. umstritten und kann so weiterhin nicht so wirklich an alte Erfolgszeiten anknüpfen. Der Chokeout Fighter Tomislav Iverac kann sich hingegen nach zwei Niederlagen wieder über ein Erfolgserlebnis freuen.
Im Mainevent trafen dann Alex Schmitt vom Boxgymnasium Heidelberg und Waldemar Wiebe vom Golden Glory Berlin aufeinander. Nach einem hochklassigen Kampf zweier deutscher Topathleten war es am Ende der Heidelberger der sich über einen letztendlich verdienten, einstimmigen Sieg und über die Verteidigung seinen ISK Europameisterschaftstitel freuen konnte.
Insgesamt ein gelungener Abend und wir freuen uns bereits jetzt auf die Hafenkeilerei 3 im Jahr 2014 |